Go with the flow

Kürzlich erreichte mich auf Umwegen eine Karte mit einem Text, den ich hier teilen möchte. Weil diejenigen, die hier drüber lesen, die Botschaft wahrscheinlich auch erhalten sollen.

Die Karte und ihre Botschaft hieß: “Flow”

Im Leben geht es darum, sich seinen Wogen hinzugeben. Schaffst du das? Kannst du so einfach mit dem Fluss gehen?

Manchmal bricht eine Welle über dir zusammen, manchmal schaffst du es, auf ihr zu reiten.
So lange du darauf vertraust dass da immer eine Strömung ist, die die Dinge vielleicht nicht genauso kommen lässt wie du es möchtest, aber immer so, wie du sie gerade brauchst. Die natürlichste Art zu leben ist daher, sich einfach treiben zu lassen. Aus diesem Nicht-Widerstand heraus, kann alles mit Leichtigkeit und ohne Aufwand geschehen. Das Ego dagegen, hat oft das starke Bedürfnis etwas zu erreichen oder zu erzwingen. Was den natürlichen Lebensfluss blockiert. Die Realität blockiert.

Jedes Mal, wenn du etwas durch reine Willenskraft erzwingen willst, ist es dein Ego, das die Dinge pusht, nicht das echte Verlangen deiner Seele.
Diese Karte lädt dich ein, auf bestimmte Situationen aus der Perspektive deines Herzens zu blicken.

Wenn du den Mut hast, die Kontrolle abzugeben, kann das Leben sich entfalten. Und du wirst merken, dass alles zu fließen beginnt. Ganz von selbst wird alles zu dir kommen, was du brauchst.
Dies bedeutet nicht, dass du Dingen widerstehen oder auf sie verzichten musst, wenn sie dir zunächst ungünstig erscheinen. Bleib flexibel und offen. Du sollst sehen, dass die Dinge auf ihre ganz eigene Art und Weise in sich aufgehen. So funktioniert das echte Leben. Nichts und niemand ist gegen dich - außer vielleicht du selbst.

Deswegen lass deine Kontrollwut hinter dir und gib dich dem Lebensfluss hin.

Warum so viele Schmerzen selbst entstehen (und was wir ändern können)

Berufsbedingt werde ich täglich mit dem Thema Schmerz konfrontiert – vor allem mit chronischem Schmerz.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie viele Ursachen für ihre Beschwerden im eigenen Alltag liegen. Wie sehr sich Schmerz über Jahre hinweg durch bestimmte Lebensweisen und Gewohnheiten entwickeln kann. Dabei ist Schmerz grundsätzlich nichts Negatives.
Im Gegenteil: Er ist ein unglaublich wichtiges Kommunikationsmittel unseres Körpers. Oft sogar das einzige. Er macht uns darauf aufmerksam, dass etwas nicht stimmt –
dass eine Funktion gestört ist oder ein Bereich unseres Körpers mehr Aufmerksamkeit braucht.

Das bedeutet aber auch:
Wir tragen eine gewisse Eigenverantwortung.

Ärzte und Therapeuten können uns helfen, Ursachen zu erkennen und Wege aufzuzeigen. Sie sind wichtige Begleiter. Aber gehen müssen wir diesen Weg am Ende selbst.

Mir ist völlig bewusst, dass Schmerz ein komplexes Thema ist –
und dass Lösungen oft nicht einfach sind. Und trotzdem gibt es ein paar Stellschrauben,
an denen jeder von uns ansetzen kann. Mehr, als viele denken. Zu verstehen, was unserem Körper fehlt, gibt uns ein Stück Kontrolle zurück und macht uns unabhängiger. Und das ist eigentlich ein sehr gutes Gefühl.

Wenn sich im Körper etwas staut

Unser Gefäßsystem ist etwa 90.000 Kilometer lang.
Jede Minute werden mehrere Liter Blut durch unseren Körper transportiert. Ein fein verzweigtes Netzwerk, das jede einzelne Zelle mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Je weiter die Gefäße vom Herzen entfernt sind, desto feiner und enger werden sie. Man kann sich das ein bisschen wie ein Flusssystem vorstellen. Wenn sich dort Ablagerungen sammeln – Stoffwechselreste, Abfallprodukte – gerät der Fluss ins Stocken. Es entsteht Druck. Und dieser Druck kann Schmerzen verursachen. Gleichzeitig wird die Versorgung schlechter. Zellen bekommen weniger Energie. Regeneration verlangsamt sich.

Das kann sich auswirken auf:

  • Leistungsfähigkeit

  • Heilungsprozesse

  • Organe

  • und auch auf unser Stresslevel

Was wir hier selbst beeinflussen können

Ein erster, sehr einfacher Punkt ist Hydration. Je besser wir mit Flüssigkeit versorgt sind, desto „fließfähiger“ ist unser Blut. Und desto leichter kann es auch durch engere Bereiche zirkulieren.

Ein zweiter Punkt ist die Unterstützung unserer Entgiftung. Bestimmte Pflanzen können hier hilfreich sein:

  • Brennnessel

  • Schafgarbe

  • Bärlauch

Sie unterstützen den Körper dabei, Stoffwechselprodukte abzutransportieren. Auch Bewegung spielt eine große Rolle. Und damit ist nicht nur Spazierengehen gemeint. Unsere Gelenke wollen bewegt werden – in möglichst vielen Richtungen.

Je abwechslungsreicher Bewegung ist,
desto besser für:

  • Gewebe

  • Kreislauf

  • und letztlich auch für Schmerzprozesse

Atmung – oft unterschätzt

Wir atmen den ganzen Tag. Und trotzdem oft nicht so, wie es unserem Körper guttun würde. Viele Menschen atmen im Alltag sehr flach. Nur in den oberen Brustbereich. Die tiefe Bauchatmung geht oft verloren. Dabei ist unsere Lunge viel größer, als wir sie im Alltag nutzen. Und sie möchte vollständig belüftet werden.

Stress führt oft dazu, dass wir unbewusst die Luft anhalten oder sehr flach atmen.

Das hat direkte Auswirkungen:

  • weniger Sauerstoffversorgung

  • langsamere Stoffwechselprozesse

  • höhere Spannung im Körper

  • oft auch Kopf- und Nackenschmerzen

Unser Körper reagiert darauf mit einem Gefühl von Überlastung.
Und am Ende oft wieder mit Schmerz.

Nicht ohne Grund spielt Atmung in vielen Bewegungsformen wie Yoga, Tai Chi oder Qigong eine zentrale Rolle.

Regeneration – der unterschätzte Faktor

Ein Großteil unserer Reparaturprozesse passiert nachts. Wenn wir schlafen,
arbeitet unser Körper auf Hochtouren. Er erkennt Defekte, repariert, baut auf.

Dafür braucht er zwei Dinge: Zeit und die richtigen Bausteine.

Ausreichend Schlaf ist die Grundlage.

Und genauso wichtig ist, was wir unserem Körper zur Verfügung stellen:

  • Eiweiß

  • gesunde Fette

  • Vitamine

  • Mineralstoffe

  • Kollagen

Je besser die Versorgung, desto besser kann der Körper regenerieren. Am Ende ist es kein großes Geheimnis, aber vielleicht ein erster Impuls. Ein besseres Verständnis dafür,
was Schmerz eigentlich ist, woher er kommen kann und was wir selbst beeinflussen können.

Nicht alles liegt in unserer Hand.

Aber oft mehr, als wir glauben.